Die Queen feiert ihren Geburtstag – wie immer am falschen Tag.

Die Royal Family - Buckingham Palace - London

Elisabeth II., von Gottes Gnaden Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und ihrer anderen Länder und Gebiete, Oberhaupt des Commonwealth, Verteidigerin des Glaubens – also die Queen – hat am 21. April Geburtstag. Wie schon ihr offizieller Name vermuten lässt, feiert so jemand den eigenen Geburtstag aber nicht mit einer kleiner Gartenparty und ein paar Gläschen Wein, nein, da gibt’s jedes Jahr ein dreistündiges Geburtstagsspektakel. Allerdings nicht an eben diesem 21. April, sondern erst fast zwei Monate später. Die Rede ist von „Trooping The Colour“ – einer mehrstündigen Militärparade zu Ehren des britischen Monarchen. Heuer geht sie am 13. Juni über die Bühne. Wie immer rund um den Buckingham Palace, wie immer mit zahllosen Soldaten, Pferden und tausenden Schaulustigen. Die Queen ist am 21. April übrigens schon 89 Jahre alt geworden und mit mehr als 60 Jahren auf dem Thron die am längsten regierende Monarchin der Welt. Sie mag zwar schon ein stolzes Alter haben (weshalb ein BBC-Journalistin vor wenigen Tagen auch fälschlicherweise ihren Tod getwittert hat), dürfte den Briten aber wohl noch länger als Königin erhalten bleiben. Schaut man sich ihre jüngsten Auftritte an, so scheint sie doch immer noch recht gut drauf zu sein.

Aber zurück zur Parade. Die habe ich im Juni 2013, während ich drei Wochen lang in London leben durfte, selbst live miterlebt. Und vor Ort ist das auf jeden Fall ein ganz anderes Erlebnis als sich mehrere Stunden vor den Fernseher zu klemmen (heuer übrigens ab 11:25 Uhr in ORF 2, im deutschen Fernsehen wird das Ganze ebenfalls übertragen). Ich muss zugeben, ich habe damals nur den Schluss der Parade miterlebt, weil das Wetter nicht allzu berauschend war und ich lange überlegt hatte, ob ich überhaupt hingehen sollte. Meine „Gastmama“ in London, die hier immerhin schon seit mehr als 30 Jahren lebt, hatte die Parade vorher noch nie gesehen. Ich war natürlich auch neugierig, also beschlossen wir schlussendlich, doch kurz vorbeizuschauen. Und das war eine wirklich gute Entscheidung – die Queen, sämtliche Royals und Kate mit Babybauch (damals war gerade Prinz George im Anrollen) sieht man schließlich nicht jeden Tag.

Menschenmassen soweit das Auge reicht.

Menschenmassen so weit das Auge reicht.

Ein besonderer Moment für mich war der sogenannte „fly-past“ am Ende der Parade (etwa 13 Uhr): Dabei fliegen mehrere Flugzeuge und Hubschrauber der Royal Air Force über die Zuschauermenge. Genau über dem Buckingham Palace versprühen ganz zum Schluss dann mehrere Flugzeuge die britischen Nationalfarben … ein wirklich tolles Bild! Da fühlt man sich selbst als Ausländer für einen kleinen Moment als Brite.

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“Fly-past” um 13 Uhr – das offizielle Ende der Parade.

Habt ihr „Trooping The Colour“ schon einmal live erlebt? Sind diese Paraden nur Geldverschwendung oder haben sie durchaus ihre Berechtigung? Teilt doch eure Meinung in den Kommentaren. Hier gibt’s noch genauere Infos über den Ablauf der Parade.

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