Die beste Adresse für englisches Bier: Der Real Ale Shop in Norfolk

Zu Besuch im Real Ale Shop Zu Besuch im Real Ale Shop

Norfolk eignet sich perfekt für einen richtig schönen Bierurlaub. Nicht nur weil hier rund 60 verschiedene Ales gebraut werden. In Wells next the Sea bekommt man einen Großteil davon zentral in einem Shop. Und zwar genau dort, wo das Bier seinen Ursprung hat, nämlich auf einer großen Gerstenfarm. War haben dem Real Ale Shop einen Besuch abgestattet.

Norfolk und Bier, das gehört zusammen wie der Fisch und das Wasser. Das zeigt nicht nur die lebendige Pubkultur in Norwich, über die wir ja schon geschrieben haben. Norfolk bietet auch sonst die idealen Voraussetzungen, um seinem Ruf als „Beerlover’s Paradise“ gerecht zu werden und das hat unter anderem mit seinem Klima zu tun. Denn das milde Küstenklima in der Grafschaft ist ideal für den Anbau von Gerste. Und weil es vom Rohstoff zum tatsächlichen Bier nicht so weit ist, werden allein in Norfolk 50 bis 60 verschiedene Ales hergestellt. Die exklusiven Biere aus meist sehr kleinen Brauereien tragen oft kreative und vielsagende Namen wie „Worth the Wait“, „Nelsons Revenge“ oder „the Squirrel’s Nuts“.

Die Biere haben oft sehr kreative Namen.

Die Biere haben oft sehr kreative Namen.

Der Real Ale Shop

Und oft kommt die Gerste dafür von der Branthill Farm in Wells next the Sea. Zwar braut man auf der Farm kein eigenes Bier, trotzdem ist man unheimlich stolz welche Spezialitäten aus ihrer Gerste hergestellt werden. Das zeigt nicht nur eine kleine – von der EU mitfinanzierte – Ausstellung, sondern auch der wirklich umfangreich bestückte Hofladen mit dem Namen „The Real Ale Shop“, der derzeit insgesamt 48 Ales – alle aus der Region – führt. „Es werden immer mehr, denn obwohl die meisten Brauereien in den 70er-Jahren gegründet wurden, sind gerade in den vergangenen Jahren viele kreative Kleinbrauereien dazu gekommen“, erzählt Adam, der bei unserem Besuch im Real Ale Shop hinter der Theke Platz genommen hat. Und die Brauereien tragen oft genauso kreative Namen wie die einzelnen Biere. Da wäre etwa die „Why Not Brewery“, die „Humpty Dumpty Brewery“ und die „Poppyland Brewery“. Ein Besuch im Real Ale Shop zahlt sich also nicht nur wegen der großen Bierauswahl aus. Einzig mit der Souvenir-Mitnahme wird es schwierig, denn für das limitierte Gepäck bei den Fluglinien sind die Flaschen oft zu schwer. Wir haben daher lange überlegt, welche Biere wir für unsere Sammlung mit nach Österreich nehmen sollten. Zwar gibt es auch einen Versand, dem haben wir aber – von den Kosten abgesehen – nicht ganz getraut, denn nach Österreich ist es doch ein recht weiter Weg. Aber wenigstens kann man sich auch vor Ort durchkosten, denn zusätzlich zur Farm und zum Shop betreibt man auch „self catering“-Cottages. Man muss daher das Risiko alkoholisiert Auto zu fahren gar nicht erst eingehen. Einziger Wermutstropfen dabei: es müssen mindestens vier Nächte gebucht werden.

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