Arran Distillery: Wenn der Angel’s Share zum Eagle’s Share wird

Arran Distillery - Schottland

Es gibt Erfahrungen, die stehen auf der Bucket List von vielen Menschen. Und wenn sie auch nur entfernt gute Spirituosen zu schätzen wissen, steht das meist ganz oben: der Besuch einer schottischen Destillerie. Ein Punkt, den auch wir schon längst von unserer Liste gestrichen haben. Was aber nicht bedeutet, dass wir es nicht noch einmal wagen. Denn so ein Besuch in einer Destillerie kann schon sehr spannend sein.

Unsere erste Wahl war die etwas unbekannte Arran Distillery in Lochranza auf der Isle of Arran. Und wir sind nicht enttäuscht worden. Warum? Nicht nur, weil dort ein ganz besonders feiner Whisky produziert wird. Weil das Unternehmen noch sehr jung und dadurch sehr klein ist, läuft hier alles noch viel persönlicher ab als bei manch großen Namen.

Sehr persönliche und individuelle Führung

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Seit 1995 reifen auf der Isle of Arran wieder feine Whiskys.

Erst 1995 gegründet, bringt die Arran Distillery erst heuer den ersten 20-jährigen Whisky heraus. Trotzdem gewinnt man schon jetzt zahlreiche Preise und hat sich voll auf den Besuch von Whisky-Fans eingestellt. Ein eigenes Besucherzentrum führt Gäste durch die tatsächlichen Produktionsräume. Man kann sogar von der Maische und von den Ergebnissen der unterschiedlichen Produktionsstufen kosten. Bemerkenswert ist nicht nur der Whisky, sondern auch der Whisky-Sahne-Likör. Einmal probiert wird man jedes Industrieprodukt verschmähen. Wir waren ehrlich begeistert vom Besuch. Auch weil das Besucherzentrum nicht überrannt ist. Man kommt eigentlich nur mit dem (Miet-)Auto dorthin. Das macht die ganze Führung persönlich und jede Frage konnte auch beantwortet werden.

The Eagle’s Share

Hier ist noch ein kleiner Werbefilm der Destillerie. Im Zentrum rund um den Mythos des jungen Whiskys stehen zwei Adler, die schon vor der Gründung des Unternehmens hier ein Nest gebaut haben. Noch heute kreisen Adler über der Anlage. Fast schon zu schön, angesichts dessen, dass der Whisky-Mythos vom Angel’s Share lebt. Das ist jener Anteil im Fass, der bei der Lagerung einfach verdunstet.

Aber wie ist das eigentlich mit dem Alkohol und dem Autofahren, nachdem die Arran Distillery nur mit dem Auto erreichbar ist? Es ist natürlich eine heikle Sache, denn grundsätzlich sollte man ja gar nichts trinken, wenn man fährt. Hinzu kommt, dass man in Schottland seit Jahreswechsel nicht mehr 0,8, sondern nur noch 0,5 Promille haben darf. Also Vorsicht, ja nicht über den Durst trinken.

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