Full English – das beste Frühstück für Reisende mit kleinem Budget

Full English Breakfast Über das tolle Frühstück in den B&Bs brauchen wir euch nichts mehr erzählen. Dieses bekamen wir bei Chuckles Guesthouse in Derby.

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag – vor allem, wenn man auf Reisen ist und ein mitunter anstrengendes Tagesprogramm vor sich hat. Für Urlauber in Großbritannien ist das „full English (breakfast)“ wohl der beste Start in den Tag. Warum, das möchte ich euch hier etwas näher erklären.

Erstens ist das britische Frühstück einmal etwas ganz anderes im Vergleich zu dem, was man sonst so frühstückt. Zu Hause essen die meisten etwa Gebäck mit Wurst, vielleicht ein Müsli und etwas Obst. Ein gekochtes Frühstück tun sich hingegen die wenigsten an – in der Früh will man schließlich nicht allzu viel Zeit in der Küche verbringen, sondern alles möglichst schnell erledigen. Im Urlaub wird einem das Frühstück aber de facto vor die Nase gestellt – man braucht nur mehr zu genießen.

Das klassische full English, das man etwa in kleinen B&Bs bekommt, besteht aus bacon (im Idealfall eher dünn geschnitten), Würstchen (die sind etwas anders als jene, die es im deutschsprachigen Raum gibt), Pilzen, Tomaten, hash browns (eine Art Kartoffelpuffer), baked beans und einer Eivariation – etwa scrambled eggs (Rührei) oder poached eggs (pochierte Eier). Davor gibt’s meistens Müsli mit Jogurt und Früchten, Tee und Toast dürfen natürlich auch nicht fehlen. In Schottland können auch Haggis und black pudding (Schweineblut) auf dem Teller landen – aber keine Angst, wem davor graust, kann das auch ohne Probleme abbestellen. Generell gibt’s nämlich meist einen Zettel, auf dem man sich sein Wunschfrühstück selbst zusammenstellen kann (man kreuzt einfach das Gewünschte an).

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Sich in der Früh an einen so schön gedeckten Tisch setzen zu können ist schon eine feine Sache.

Für viele scheint all das zum Frühstück etwas zu reichhaltig. Aber da man im Urlaub ja meist länger schläft, kann man ja auch erst um 9 Uhr oder noch später frühstücken gehen – um diese Zeit haben die meisten dann ja ohnehin schon Hunger. Der große Vorteil an einem so reichhaltigen Frühstück: Das Mittagessen entfällt im Normalfall, weil man zu Mittag immer noch satt ist. Das nächste Essen ist dann oft erst das Abendessen. Weniger Mahlzeiten am Tag tun dabei nicht nur dem Magen gut, sondern auch der Geldbörse. Das full English ist eben nicht nur ein gutes Frühstück im Sinne der Kulinarik, sondern hilft Urlaubern mit kleinem Budget auch noch Geld zu sparen.

Ein weiterer Pluspunkt am britischen Frühstück: Es wird stets frisch für jeden Gast zubereitet. Meistens „muss“ man deshalb auch vorab Bescheid geben, um welche Zeit man frühstücken will. So können sich die Köche alles gut einteilen und man muss nicht allzu lange auf sein Essen warten. In kleineren B&Bs in ländlichen Gegenden finden sich übrigens oft auch Produkte vom eigenen Bauernhof im Frühstück – etwa Eier oder Fleisch für die Würstchen. Bei der Qualität gibt es dabei natürlich immer wieder Unterschiede. Wir wurden bei unseren Reisen aber nie enttäuscht.

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Quasi der Aperitif: Tee und Cerealien mit frischen Früchten.

Wenn ihr an dieser Stelle noch immer nicht vom full English überzeugt seid oder vielleicht vegetarisch lebt, dann kann ich euch beruhigen: Das full English gibt es immer wieder in einer vegetarischen Variante ohne Speck und mit Gemüsewürsten. Und zur Not kann man ganz auf das britische Frühstück verzichten. Praktisch immer kann man auch ein kontinentales Frühstück – also Müsli, Cornflakes, Obst, Weißgebäck und so weiter – bestellen. Für Abwechslung ist also in jedem Fall gesorgt. Bei längeren Reisen will man ja vielleicht auch nicht 10 Tage hindurch so ein reichhaltiges Frühstück mit immer denselben Zutaten essen. Eine Empfehlung ist es aber alle Mal.

 

Esst ihr gerne englisches Frühstück? Was darf eurer Meinung nach dabei auf keinen Fall fehlen? Wir freuen uns auf eure Kommentare. Kommende Woche werden wir zu Hause in Graz versuchen, ein englisches Frühstück auf den Teller zu zaubern.

Wenn du dir einmal selbst ein Full English Breakfast kochen willst, dann lies bitte hier weiter.

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