Let’s nip to the chippy!

Fish and Chips Fish and Chips

Das Klischee, die britische Küche sei einfach nur fürchterlich, hält sich nach wie vor gut. Allerdings zu Unrecht wie ich finde. Der beste Gegenbeweis ist neben dem wunderbaren full English breakfast, roast dinner, fudge, scones und diversen Nachspeisen das (nicht ganz so) geheime Nationalgericht der Briten: fish and chips.

Wo auch immer man hinkommt und mag das Dorf noch so klein sein – frittierter Fisch mit Pommes wird im Grunde überall angeboten: in Pubs, nicht allzu exquisiten Restaurants und natürlich in den sogenannten „chippies“, also Läden, die ausschließlich Fischgerichte und entsprechende Beilagen verkaufen. Es ist ein einfaches, schnelles und vor allem günstiges Essen. Je nach Qualität bekommt man schon um zwei bis drei Pfund eine Portion, von der man auf jeden Fall satt wird. Schönere Pubs können natürlich etwas mehr verlangen, manchmal auch bis zu zehn Pfund.

Schilder wie diese sieht man vor allem in kleineren Dörfern immer wieder.

Schilder wie diese sieht man vor allem in kleineren Dörfern immer wieder.

Preis hin oder her, „F&C“ sind schlicht und einfach wunderbar. Wer bestimmte Fischsorten mag oder eben nicht, der kann im Regelfall zumindest zwischen Dorsch (cod) und Schellfisch (haddock) wählen. Isst man nicht aus dem Zeitungspapier to go, sondern etwa in einem Pub, bekommt man meistens noch Erbsen dazu, entweder normal gekocht oder sogenannte „mushy peas“, also eine Art Erbsenpüree.
Letzteres sieht zwar wirklich sehr ekelhaft aus (eine grüne, schleimige Paste), schmeckt dafür aber umso besser! Wie so oft darf man sich hier also nicht vom „Äußeren“ abschrecken lassen. Ebenso wenig davon, dass normalerweise auch Salz und Essig (salt and vinegar) drauf kommt – diese Kombination ist ja auch für Chips, also crisps sehr beliebt, aber nicht für jeden auch genießbar. Wem das dann wirklich zu viel des Guten ist, kann sein Essen natürlich auch ohne diese Verfeinerung bestellen.

Fish and chips und ein pint Bier im Pub genießen - ganz nach der feinen englischen Art.

Fish and chips und ein pint Bier im Pub genießen – ganz nach der feinen englischen Art.

Die meisten Urlauber in Großbritannien kommen schlichtweg nicht um fish and chips herum. Es gehört genauso zu den Pubs wie ein gutes pint Bier und ein offener Kamin. All jene, die skeptisch sind, sollten es doch einfach einmal probieren und hoffentlich mit dem zu Beginn genannten Klischee ein wenig aufräumen.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es lohnt sich!

Hier noch ein Rezept, mit dem man diesen britischen Klassiker auch zu Hause kochen kann.


Hat euch der Artikel gefallen? Dann teilt ihn doch bitte. Oder hinterlasst einen Kommentar. Wo hat euch Fish and Chips bisher am besten geschmeckt?

Nächste Woche geht es übrigens um eine der größten Ängste unter Urlaubern in England. Das Fahren auf der falschen, nämlich der linken, Seite der Straße.

Please like & share:
  • Die besten Fish&Chips habe ich in Wien gegessen und zwar im O’Connors Old Oak am Rennweg. Sowohl in England als auch in Irland waren die mir immer zu fettig…

    • Danke für den Tipp, Gudrun. Das müssen wir unbedingt ausprobieren. Die Kulinarik-Kritik folgt dann bestimmt.

    • Danke super Tipp! Denke man wird mich/uns da sicher mal finden!

  • British Food ist gut 🙂 Nicht immer aber zumindest oberhalb Londons. Yorkshire-Pudding zb. 🙂 oder frische Fish%Chips direkt vom Tagesfang in Schottland. 🙂

    • Danke für den Kommentar. Ich bin ja eigentlich nicht einmal ein richtiger Fisch Fan. Wohl auch weil ich in Österreich, bekanntlich einem Binnenland, ungern Fisch esse. Aber in England die Fish & Chips gehören einfach dazu.

  • dmnkltnr

    Mmmmh, das klingt großartig. (Ich habe ja grundsätzlich nur Vorurteile gegen britisches Frühstück. Aber wohl auch nur, weil ich keine Bohnen mag.) 😉