Stonehenge – Ohne Planung wird euer Besuch scheitern

Stonehenge Stonehenge ist ein Besuch wert.

Ein Besuch in Stonehenge zahlt sich aus. Nicht nur weil es als Weltwunder gilt, sondern auch weil dieser Ort von einer ganz eigenen Atmosphäre umgeben ist. Wenn ihr die Steinkreise nördlich von Salisbury besuchen wollt, müsst ihr allerdings einige Details beachten.

Vergangene Woche habe ich euch von der Schwierigkeit links zu fahren erzählt. Heute will ich euch eine Sehenswürdigkeit vorstellen, die man am besten mit dem Auto erreicht. Besonders dann, wenn man einigermaßen flexibel wieder von dort wegfahren will. Die Rede ist von Stonehenge, jener Steinhaufen, der als Weltwunder gilt. Der Besuch zahlt sich auf jeden Fall aus.

Wenn man nämlich an eine britische Sehenswürdigkeit außerhalb Londons denkt, dann steht Stonehenge ganz oben auf der Liste. Selbst große Persönlichkeiten wie der amerikanische Präsident Barack Obama hatten einen Besuch auf der bucket list. Deshalb hat er diese Sehenswürdigkeit – die weit mehr als nur ein Steinhaufen ist – am Rande eines NATO-Gipfels in England besucht:

 


Aber leider sind wir nicht der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir können nicht mit unserem Hubschrauber zu Stonehenge fliegen. Und wir können leider nicht zwischen den Steinen herumspazieren. Doch so wie Obamas Besuch wohl einiges an Vorbereitung brauchte, so sollte man auch als Otto Normalverbaucher gut vorbereitet in einen Stonehenge-Termin starten. Wir haben daher ein paar Tipps für euch zusammengetragen.

Johanna und ich haben nämlich einen entscheidenden Fehler bei unserem Besuch in Stonehenge gemacht. Wir haben die Anreisezeit unterschätzt. Zwar hatten wir ein Navigationsgerät, wir haben aber nicht damit gerechnet, dass das Monument an einer zentralen Verkehrsverbindung liegt, an der es regelmäßig staut. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und wollten unbedingt noch Stonehenge sehen. Und so waren wir spät dran und kamen praktisch eine halbe Stunde vor dem Ende der Öffnungszeiten an. Wir waren also die letzten, die ein Ticket lösten und hätten wir nicht einen Aufpasser gefragt, wir hätten gar nichts über Stonehenge erfahren. Aber was kann man schon in einem 15 Minuten-Crash-Kurs mitnehmen … die meisten Infos haben wir uns danach mühsam im Internet zusammengesucht.

Alles neu bei den Steinkreisen
Und jetzt müssen wir hier einen wichtigen Schnitt in unserer Geschichte machen. Wir haben Stonehenge nämlich schon im April 2013 besucht. Seitdem hat sich vieles geändert und ein spontaner Besuch wenige Minuten bevor die Anlage schließt ist praktisch unmöglich geworden. Die Hauptstraße wurde verlegt, das Gebäude und die Parkplätze wurden renaturiert. Jetzt muss man vorher ein Museum, das zwei Kilometer von den Steinkreisen entfernt ist, besuchen. Deshalb muss man auch spätestens zwei Stunden bevor die Anlage schließt die Eintrittskarte lösen. Außerdem sollte man schon im Vorfeld buchen, denn nur so kann man sichergehen, dass man auch tatsächlich zur geplanten Zeit reinkommt.

Die Straße direkt vor Stonehenge wurde abgerissen. (Foto: Google Street View)

Die Straße direkt vor Stonehenge wurde abgerissen. (Foto: Google Street View)

Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Denn Stonehenge verdient es, sich intensiv damit auseinander zu setzen. Dadurch, dass die Straße und die alten Gebäude entfernt wurden, ist jetzt auch der Blick frei. Man hat im Umfeld von Stonehenge nichts mehr im Sichtfeld, das das Ambiente stören könnte. Dass es nun ein eigenes Museum gibt, das von der Kultur jener Menschen erzählt, die die Steinkreise von Stonehenge gebaut haben, finde ich besonders toll. Denn immerhin ist das Monument mehr als nur ein Steinhaufen.

Weniger begeistert bin ich von der ganzen vielleicht auch nur scheinbaren „Bürokratisierung“ von Stonehenge. Wollte man sich früher den Eintritt sparen und nur schnell ein Foto machen, blieb man einfach am Straßenrand stehen, machte ein Foto durch den Maschendrahtzaun durch und fuhr weiter. Das ist jetzt natürlich nicht mehr möglich.

Sei es drum. Ich freue mich schon auf unseren nächsten Besuch in Stonehenge. Ich bin mir sicher, dass es sich auszahlt, mehr Zeit dort zu verbringen. Man sollte sich daher möglichst in der Nähe ein gutes B&B suchen und die Sache entspannt angehen. Zum Beispiel gleich in der Früh, nach einem guten English Breakfast. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass in der Früh (aufgesperrt wird um 9:30 Uhr) noch nicht so viel los ist. Stonehenge hat sich diese Aufmerksamkeit verdient.

Stonehenge am späten Nachmittag.

Stonehenge am späten Nachmittag.

Ich wollte euch bei diesem Artikel nicht zu sehr mit historischen Details belasten. Die könnt ihr zum Beispiel beim hervorragenden Artikel auf Wikipedia nachholen. Wir wollten euch eher praktische Tipps beim Besuch selbst liefern.

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Kommende Woche schließe ich dann das Thema rund ums Auto ab. Dann erfährt ihr, was man alles beim Buchen eines Mietautos beachten sollt.

 

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