Unser liebster Spaziergang durch die Kensington Gardens

Kensington Gardens - London

Obwohl der November in England sehr typisch, nämlich mit einer dicken Nebelsuppe begonnen und London damit in ein mystisches Grau gehüllt hat, ist der Herbst eine der schönsten Jahreszeiten auf der Insel. Besonders dann, wenn er sich so golden präsentiert wie bei unserer jüngsten Reise, bietet sich ein Spaziergang durch die Kensington Gardens an.

Im Herbst präsentieren sich die Londoner Parks als farbenfrohes Spiel.

Im Herbst präsentieren sich die Londoner Parks als buntes Farbenspiel.

Gerade London steht für große Parks und viel Naherholung und deshalb wollen Johanna und ich euch unseren liebsten Spaziergang durch die Kensington Gardens präsentieren. Es ist schon ein Glück, dass König William III. 1689 so sehr an Asthma litt, dass er unbedingt einen Rückzugsort haben wollte. Er hat sich den Kensington Palace gebaut und außerdem die Kensington Gardens begründet. 1728 wurde dann auf Wunsch von Queen Caroline auch noch der „Round Pond“ gebaut.

Unser Spaziergang begann aber an der U-Bahn-Station „Queensway“ und zwar nicht nur weil sie direkt am Park liegt, sondern auch, weil man sich dort in der Nähe noch einmal stärken kann. Wir haben zum Beispiel noch im Restaurant „Little Persia“ exzellente Hühnerspieße und ein typisches Joghurtgetränk zu uns genommen. Erreichbar ist „Queensway“ mit der Central Line.

Gut gestärkt ging es dann in den Park. Entlang des „Broad Walks“ spazierten wir zum Diana Memorial Playground. Der Spielplatz wurde für 1,7 Millionen Pfund im Gedenken an Prinzessin Diana gebaut. Dort befindet sich auch das Broadwalk Cafe, wo man entspannt auf der Terrasse einen Kaffee trinken und den Kleinen beim Spielen zuschauen kann.

Am Round Pond haben viele Enten und Schwäne ihre Heimat gefunden.

Am Round Pond haben viele Enten und Schwäne ihr Zuhause gefunden.

Der eigentlich spannende Teil des Spazierganges liegt aber erst 100 Meter weiter. In der Orangerie befindet sich einer der nobelsten tea rooms der Stadt. Hier einmal einen Tee zu bestellen ist wohl der Traum vieler Englandfans … Zur linken Seite geht es zum schon erwähnten Round Pond. Der künstlich angelegte Teil ist noch heute, fast 300 Jahre nach seinem Bau, die Heimat zahlreicher Enten und Schwäne. Ein Spaziergang rund um den Teich zahlt sich aus.

Gleich nach dem Round Pond kommt man zum berühmten Kensington Palace, der heute vor allem als Wohnort von Prinzessin Diana bekannt ist. Unvergessen ist das Blumenmeer, das nach dem Tod Dianas vor dem Kensington Palace entstanden ist. Von 2013 bis zur Geburt ihrer Tochter Charlotte lebten auch William und Kate hier und Prince Harry wohnt seit 2012 in einer kleinen Einzimmerwohnung im Palast.

Das berühmte Tor des Kensington Palace.

Das berühmte Tor des Kensington Palace.

Fast am Ende des Broad Walks angekommen, sind wir links zum „Flower Walk“ abgebogen. Er führte uns direkt zum Albert Memorial und zur Royal Albert Hall. Sie ist eine der vielfältigsten Veranstaltungshallen Londons, die von Symphoniekonzerten bis hin zu Box- und Sumokämpfen alles beherbergen kann. Aber auch von außen ist das Gebäude einen Besuch wert. Die beeindruckende Kuppel dominiert die Szene und das Albert Memorial setzt dem Ehemann von Queen Victoria, einem Förderer der Wissenschaft und Künste, genau gegenüber ein würdiges Denkmal.

Ein Konzert in der Royal Albert Hall ist ein Höhepunkt eines jeden Musikers.

Ein Konzert in der Royal Albert Hall ist ein Höhepunkt einer jeden Musikerkarriere.

Seine Errungenschaften stellten den Abschluss unseres kleinen Spazierganges dar. Entlang der Exhibition Road, die nicht weit von der Royal Albert Hall Richtung Süden verläuft, spazierten wir am berühmten Imperial College, dem Science Museum, dem Natural History Museum und dem Victoria and Albert Museum entlang bis zur U-Bahn-Station „South Kensington“. Von hier aus könnt ihr mit drei Linien, nämlich der Circle Line, der District Line und der Piccadilly Line weiterfahren.

Zugegeben, diesen kurzen Spaziergang kann man recht flott hinter sich bringen. Besucht man aber die zahlreichen Museen auf dem Weg, kann man gut und gerne mehrere Tage brauchen. Wohl auch, weil gerade bei den Museen entlang der Exhibition Road wahnsinnig lange Warteschlangen waren.

Zum Schluss noch einige Sehenswürdigkeiten, die in der Nähe sind, die wir aber ausgelassen haben: Die Serpentine Gallerie, der Princess Diana Memorial Fountain, Speakers Corner, das Animals in War Memorial, der Joy of Life Fountain, der Holocaust Memorial Garden, die Achilles Statue und natürlich die wunderbaren Tore der Kensington Gardens und des Hyde Parks. Aber man muss sich ja auch etwas für den nächsten London-Besuch aufheben.

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